Majid Bekkas
voice, guembri, guitar, oud

Majid Bekkas wurde in Sale (Marokko) geboren, wo er heute noch lebt und arbeitet. Die Kunst der Gnawa Musik erlernte er von dem Meister Ba Houmane.

Gnawa entstand im 16. Jh. Während der Eroberung des Sudans errichtete Ahmed El Mansour Dahbi erste kulturelle Wurzeln und handelsverbindungen zwischen Zagora, wo Bekkas Wurzeln liegen, und Marrakesh. Die säkulare Musik wird immer noch als healer of souls von Essaouira bis Marrakesh angesehen, was einem schnell bei Bekkas Stimme, Guembri und Gitarrensound klar wird.

Nachdem sich Bekkas jahrelang mit Jazz, Blues (z,.B. gemeinsame Auftritte mit Peter Brötzmann, Louis Sclavis, Flavio Boltro, Archie Shepp u.a.) Gnawa und anderer afrikanischer Musik beschäftigte, gründete er ein eigenes Trio, das die moderne marrokanische Musik widerspiegelt.

Die Mischung aus Guembri, akustischer und elektrischer Gutare, oud, Nei, Kawala und Percussion bietet ausreichend Platz für Improvisationen, Majid Bekkas ist bereits auf mehreren internationalen festivals (z.B. Womex Sevilla, Grenoble Jazz Festival, Gaume Jazz Festival, Huyart Festival, Jazz aux Oudays) als Solist, im Trio oder auch in Zusammenarbeit mit vielen anderen Künstlern mit großem Erfolg aufgetreten.

Mit "Daymalla" ist Bekkas auf der preisgekrönten CD Kompilation "desert Blues" vertreten, die u.a. von den weltweit führenden 200 Musikjournalisten und - produzenten für das renommierte fRoots Magazin zur besten Kompilation des Jahres 2002 gewählt wurde.

Joachim Kühn und Majid Bekkas kennen sich vom Festival Jazz aux Oudays 2003, wo sie beide zusammen auftraten und anschließend weitere Konzerte in Marokko gaben, u.a. in verschiedenen Gefängnissen des Landes. Bei den vonm NDR veranstalteten Jazztagen in Hamburg gaben sie 2005 ein umjubeltes Konzert.